Presse

"Homosexualität im Fußball"
(WDR 5, Köln, 11.01.2011)


Redaktion: Ingrid König

Frauen brechen das Tabu, Männer sollten besser weiter schweigen ...

Studiogast: Kai-Nils Bogena, Sportjournalist

Wenn Männer Frauenfußball gucken, dann geht es auch um Weiblichkeit. Wer als Frau robust in der Abwehr steht, kraftvoll aufs Tor zielt und auch mal eine Gegnerin anrempelt, dann noch mit Kurzhaarschnitt und strammen Waden aufs Spielfeld läuft, wird leicht darauf reduziert: "das sind doch alles lesbische dicke Weiber...". Und wenn die Spielerinnen dann frisch gefönt und geschminkt zum Interview nach dem Spiel erscheinen, guckt mancher immer noch nach ihren eher männlichen Zügen. Nun haben sich im Vorfeld zur Fußball WM der Frauen einige Nationalspielerinnen geoutet, sich zu ihrer Bi- oder Homosexualität bekannt. Damit sind sie den Männern um Lichtjahre voraus. Die - so die vielfache Meinung - müssten immer noch die Schmähungen ihrer Fans fürchten, tun in der Regel besser daran, ihre Homosexualität zu vertuschen.

Sehen Sie das auch so? Woran liegt es? Wie ließe sich das ändern? Warum fällt es Politikern und Fernsehmoderatorinnen leichter sich zu outen?

Audio-Datei: Tagesgespräch, Sendung vom 11.01.2011, WDR 5