Presse

"Kein Sex für Schwule bei WM in Katar"
(Yahoo Sport, München, 14.12.2010)

Die WM-Vergabe an Katar für das Jahr 2022 sorgt weiter für Wirbel: Jetzt sieht sich FIFA-Präsident Sepp Blatter einer weiteren heiklen Frage ausgesetzt: Was gedenke der Weltverband für Fans zu tun, deren Homosexualität im Wüstenemirat verboten ist. Die Antwort des Schweizers fiel pragmatisch aus.

"Ich denke, dann sollten diese jegliche sexuelle Aktivität unterlassen“, sagte Blatter bei einer Pressekonferenz in Südafrika und löste damit Gelächter im Pressesaal aus.

90 Peitschenhiebe

Ganz so komisch ist das Thema aber nicht: In Katar herrscht das islamische Recht, wonach homosexuelle Handlungen unter harter Strafe stehen. Sollte man dabei erwischt werden, drohen fünf Jahre Gefängnis oder bis zu 90 Peitschenhieben. Verboten ist übrigens - auch bei heterosexuellen Paaren - das öffentliche Küssen.

"Wir leben in einer freien Welt und ich bin mir sicher, dass es 2022 in Katar keine Probleme geben wird“, trat Blatter Befürchtungen von schwulen und lesbischen Fußballfans entgegen. "Sicherlich werden Homosexuelle, die 2022 dort ein Spiel anschauen wollen, reingelassen.“

Ihre Neigungen sollten sie unter der Sonne Arabiens freilich lieber nicht ausleben.