Presse

"Wärmer kicken"
(publigayte.com, Köln, 08. Juli 2008)

von Björn Berndt und Torsten Bless

Mit insgesamt 100 kickenden Fans zeigte die Truppe, dass auch Lesben und Schwule im Sport vertreten sind. Homosexuelle Profisportler - insbesondere Fußballer - gelten als eines der letzten Tabus. Der Segen des DFB ist den Queer Footballers indes gewiss: im Mai organisierten sie das zweite, bundesweite Treffen „Gegen Homophobie im Fußball“ in Köln, bei dem DFB-Vorstand Theo Zwanziger einräumen musste, dass der Deutsche Fußballverein den gesellschaftlichen Entwicklungen hinterherhinkt. Und das, obwohl sich der Verein seit 2000 in seiner neuen Satzung dazu verpflichtet hatte, gegen jegliche Form von Diskriminierung vorzugehen. Mit Zwanziger haben die Fanclubs eine strake Lobby im DFB, der den Wagen der Gruppe mitfinanzierte. „Die Queer Football Fanclubs haben das gemeinsame Anliegen, auf die Existenz von schwulen und lesbischen Fans dort aufmerksam zu machen, wo gegnerische Spieler aus den Stehblöcken heraus als ‚schwul’ beschimpft werden und es noch kein Profi gewagt hat, sich als homosexuell zu outen: in den Fußballstadien.“ Heißt in der offiziellen Mitteilung der Fanclubs.